Seit Jahren verlieren starre Arbeitszeitmuster an Bedeutung. Stattdessen
erhalten Beschäftigte mehr persönlichen Freiraum, weil ihre Arbeitszeit auf
flexible Konten gebucht wird. Trotzdem haben sie die Sicherheit von
gleichmäßigen Entgeltzahlungen. Eine spezielle Form sind Lang- und
Lebensarbeitszeitkonten. Diese Konten können höhere Zeitsalden aufweisen, sehr
lange oder keine Ausgleichszeiträume haben und keinen negativen Saldo bekommen.
Beschäftigte können längere Freistellungen für sich nutzen oder früher aus dem
Berufsleben aussteigen. Unternehmen hingegen überbrücken damit längere Phasen
niedriger Auslastung. Schwierig ist hier die Frage der Insolvenzsicherung. Die
ausgewerteten 59 Vereinbarungen stellen eine große Bandbreite dar. Schwerpunkte
sind: Ziele der Vereinbarungen, Regelungsgegenstände und deren Gestaltung sowie
der Einfluss von Interessenvertretungen auf die Ausgestaltung der
Langzeitkonten. Der Band zeigt, welche Regelungstrends bezüglich der
Langzeitkonten in den Betrieben vorherrschen und welche Gestaltungsfragen
wichtig sind bzw. wie diese angegangen werden können. Konkrete Gestaltungs- und
Beratungshinweise ergänzen die Auswertung. Die beigefügte CD-ROM enthält
Auszüge aus Vereinbarungen.