Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Biologie - Mikrobiologie,
Molekularbiologie, Note: 1,3, Friedrich-Schiller-Universitåt Jena (Institut für
Ernåhrungswissenschaften), 175 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache:
Deutsch, Abstract: Die Spirochåten des B. burgdorferi s.l. - Komplexes sind die
håufigsten, durch Zecken übertragenen humanpathogenen Erreger der nördlichen
Hemisphåre. Über ihre Ökologie sowie die Übertragungsmechanismen ist jedoch
bislang nur wenig bekannt. Gründe hierfür sind unter anderem Probleme beim
Nachweis von Borrelien in Wirtsgewebe und Zecken aufgrund der oft geringen
Erregerzahl in diesen Untersuchungsmaterialien, sowie das komplexe
Zusammenwirken verschiedener biotischer und abiotischer Faktoren im
Infektionszyklus der Spirochåten. Genaue Kenntnisse über die Verteilung der
verschieden B. burgdorferi s.l. - Genospezies, sowie die ausschlaggebenden
Faktoren sind vor allem für die Entwicklung wirksamer Vakzine von
entscheidender Bedeutung. Ein Ziel dieser Arbeit war es, eventuelle
Unterschiede in der Transmission der verschiedenen B. burgdorferi s.l. -
Genospezies durch Kleinsåuger aufzuzeigen und diese vor dem theoretischen
Hintergrund, v.a. in Bezug zur Saisonalitåt, zu diskutieren. Dazu wurde eine
von MICHEL et al. (2004) entwickelte Methode angewendet, die auf dem
molekularbiologischen Nachweis der verschiedenen Genospezies in
freilandgefangenen I. ricinus - Zecken durch Polymerase - Kettenreaktion und
Restriktionsfragmentlången - Polymorphismus beruht. Ein weiterer Schwerpunkt
der Untersuchungen lag in der Beurteilung der Anwendbarkeit dieser Methode für
den Borreliennachweis in Ohrbiopsien der Kleinsåuger, sowie in gesogenen
Zecken. Auch wurden verschiedene kommerzielle DNA Extraktionssysteme auf ihre
Sensitivitåt und die Eignung für diese Methode überprüft. Um weitere Aussagen
über die Reservoirkompetenz der Kleinsåuger treffen zu können, wurden
Blutproben der Tiere mittels Immunfluoreszenstest serologisch untersucht, sowie
deren Befallsraten mit I. ricinus bestimmt.