Jan Korte, MdB Korte, einer der Jungen in der Bundestagsfraktion DIE LINKE,
ist Experte für Innenpolitik. Entsprechend ist sein Papier, das er sehr bewusst
als »ein Diskussions- und Arbeitspapier« vorgestellt hat, ausgerichtet. Korte
und Mitarbeiter nehmen die »massiven Einschränkungen von Grund- und
Freiheitsrechten um den G8-Gipfel« zum Anlass, »Entwicklungen in der
bundesdeutschen und europäischen Innen- und Sicherheitspolitik« zu analysieren.
[…] Die Dialektik von Freiheit und Gerechtigkeit müsse in der Linkspartei
einen höheren Stellenwert bekommen. Eine solche Politik könne dazu beitragen,
in gesellschaftlichen und politischen Kreise vorzudringen, die ihre Heimat bei
den Grünen verloren haben. Gelänge dies, könne man »Motor« einer »neuen
Bürgerrechtsbewegung für eine soziale und demokratische Gesellschaft« werden.
Und damit ist Korte in der Tat ein ebenso indirekter wie im folgenden Text auch
sehr direkter Kritiker der Grünen. Die er gut kennt, die er verlassen hat, als
sie 1999 einen neuerlichen deutschen Angriffskrieg zugestimmt haben. […] Doch
die LINKE müsse mehr sein als nur der Erbe der einstigen bürgerbewegten Grünen.
Die Autoren sind sich bewusst, dass eine offensive Vertretung von Bürgerrechten
natürlich eine weitere Auseinandersetzung der eigenen Partei mit ihrer
Geschichte notwendig macht. In dem Papier finden sich zahlreiche Analysen und -
Ansätze die zumeist am aktuellen Geschehen hängen. Neues Deutschland 9. Juli
2007 Mit Beiträgen von Jan Korte, Rolf Gössner, Albrecht Maurer, Dominic Heilig
& Mark Seibert.