Die wenigen Wochen vom Überschreiten des Rheins und der Oder durch die Truppen
der Alliierten bis zur endgültigen Besitznahme ihrer Zonen bedeuteten eine fast
beispiellose Zeitenwende. Sie brachte das Ende einer Hybris und für viele
Deutsche einen materiellen und psychologischen Absturz ins Nichts. Das
emotionale Nachbeben dieser schicksalhaften Tage mit ihren zahlreichen
menschlichen Katastrophen ist noch heute zu spüren. Exemplarisch am Vordringen
der 3. US-Armee sowie des Kampfes um Berlin wird das Kriegsende in vielen
Facetten gezeigt. Bombenangriffe, Flucht vor der Roten Armee, Standgerichte,
Selbstmorde, Vernichtungsmärsche, Befreiung von KZs und Zwangsarbeitern,
Plünderungen, Behandlung der deutschen Gefangenen, Kriegsbeute sowie erste
Anordnungen und Maßnahmen der Sieger u. a. m. werden meist in Form von
Einzelschicksalen dargestellt, was das nachvollziehen der meist leidvollen
Erlebnisse erleichtert. Karten, Dokumente, Bilder, Tabellen und
Zusammenfassungen weisen dabei über die gewählten repräsentativen Beispiele
hinaus und ordnen sie in einen Gesamtzusammenhang ein.

