Eines Tages verschlechtert sich der Zustand der bereits erkrankten Mutter der
Autorin stark. Die Gewissheit, dass die Mutter nun ein Pflegefall ist, warf die
Frage auf, ob sie ins Pflegeheim gegeben werden müsste oder ob ein
Familienangehöriger bereit und in der Lage dazu ist, die Pflege zu übernehmen.
Karla Haubold entschied, die Mutter im eigenen Heim aufzunehmen und zu
versorgen, musste sogleich ihre Tätigkeit als Lehrerin beenden und die gesamte
Lebens-führung umstellen. Während der Pflegezeit führte sie ein Tagebuch, mit
dessen Veröffentlichung will sie anderen Mut machen, aber auch auf die dringend
notwendige Anerkennung der Pflegenden in unserer Gesellschaft hinweisen.