Max Sturm, wie seine beiden besten Freunde ein Enddreißiger, ist Autor und hat
eine ausgeprägte Schwäche für ältere Frauen. Seine Zielgruppe ist die Anfang
bis Ende-Fünfzigjährige mit Gewichtsproblemen. Da ist er eigen und lässt nicht
mit sich verhandeln. Mickey hat, wie sein Spitzname bereits zu vermitteln
versucht, ein nicht weniger ausgefallenes Hobby. Für ein gut erhaltenes
Sammlerstück eines Mickey Mouse-Comics würde er seine Mutter verkaufen.
Nebenbei ist er noch arbeitsloser Schauspieler und freut sich einfach, dass das
Leben ein Pony-Hof ist. Tom wiederum, dem Dritten im Bunde, fehlt einfach der
Humus, auf dem so eine Haltung emporwachsen könnte. Der ist Musiker und eher
der ernste Typ. Allerdings auch erfolglos und arbeitet deshalb für einen
Begleit-Service. Soll heißen, er schläft für Geld mit wohlhabenden, meist
älteren Damen. Im Gegensatz zu Max gefällt ihm das aber gar nicht. Da kommt ihm
gerade recht, dass eines von Max früheren Abenteuern den Löffel abgegeben und
den Dreien ein kleines Hotel vermacht hat. Die Freude währt aber nur kurz, denn
das Ding ist ein brachliegender Scheißhaufen, der entweder saniert oder
plattgemacht werden muss. Jetzt brauchen sie also richtig Kohle und wie sie da
rankommen sollen, weiß keiner. Bis Mia, Toms Schwester, mit einem verwegenen
Plan auftaucht. Die arbeitet nämlich in einer Bank, genau genommen als
Assistentin der Kredit-Abteilungsleiterin. Welche Ende Fünfzig und ziemlich
rund ist. Genau die Richtige also für ein Schäferstündchen mit Max. Und wenn
der es ihr so richtig besorgt hat, müsste die Dame doch verhandlungsbereit
sein, findet Mia. Max findet das aber nicht, denn bis dahin las sich die Liste
seiner Dates zwar wie das Who is Who der Herbstzeitlosen, aber bei dem, was er
über die Frau weiß, lehnt sogar er dankend ab. Dass die Chancen für ein paar
verhinderte, erfolglose Künstler an einen Haufen Geld zu kommen, eher vage
sind, erfahren seine Freunde schnell und bald ist ihnen klar, dass nur Max den
Karren aus dem Dreck ziehen kann, und so tun sie alles um den Mann zu
motivieren, nicht wissend, auf welche Reise sie ihren Freund da schicken …
