In dieser Arbeit werden die veröffentlichten PISA-Items zur Scientific Literacy
systematisch untersucht und miteinander verglichen. Auf Basis
naturwissenschaftsdidaktischer und kognitionspsychologischer Überlegungen wird
dazu zunächst ein Strukturmodell zur Beschreibung naturwissenschaftlicher
Testaufgaben konstruiert.Dieses Modell wird anschließend auf die PISA-Items
angewendet. Dabei zeigt sich, dass zwischen den Testdurchgängen 2000, 2003 und
2006 ein Prämissenwechsel bei der Aufgabenkonstruktion stattgefunden hat. Es
kann nachgewiesen werden, dass der Vergleich der Tests untereinander dadurch
erschwert wird.Zum Abschluss werden Kriterien extrahiert und zusammengefasst,
die die Charakteristika von PISA-Aufgaben wiedergeben (z. B. Textkonstruktion,
Kontextualisierung, Kompetenzanforderung). Dadurch ist es möglich, eine
Konstruktionsanweisung für PISA-ähnliche Aufgaben zu geben, die im
naturwissenschaftlichen Unterricht zum Einsatz kommen können.