Was soll der Schauspieler empfinden - Nähe oder Distanz zur verkörperten Figur?
Schauspieler(innen) wie Fritzi Haberlandt, Simon McBurney, Peter Kurth und
Yoshi Oida antworten auf die Streitfrage und beschreiben hier erstmals einen
für die Schauspielpraxis fundamentalen Zustand tiefer, freudvoller Erregung,
der sich in herausfordernden theatralen Gestaltungsprozessen einstellen kann.
Diese Äußerungen werden in Beziehung zu den unterschiedlichsten künstlerischen
und psychologischen Theorien gesetzt, u.a. werden die gegensätzliche Konzepte
Konstantin Stanislawskis und Jacques Lecoqs untersucht. Was sich hinter
Theaterflow exakt verbirgt, wie er entstehen und initiiert werden kann und
warum er so bedeutsam für jede Art von Theaterarbeit ist, illustrieren die
zahlreichen Praxisbezüge.