Quelle: Wikipedia. Seiten: 108. Nicht dargestellt. Kapitel: Umlaufmotor,
Boxermotor, Sternmotor, Reihenmotor, Gegenkolbenmotor, Napier Deltic, V-Motor,
W-Motor, VR-Motor, Parallel-Twin, Sechzehnzylinder, Fünfzylinder, Einzylinder,
Achtzylinder, Taumelscheibenmotor, H-Motor, Zweizylindermotor, Vierzylinder,
Sechszylinder, U-Motor, Zwölfzylinder, Doppelkolbenmotor, Mehrfachsternmotor,
Reihensternmotor, Y-Motor, X-Motor, Zylinderbank. Auszug: Der Gegenkolbenmotor
- auch bekannt als Gegenlåufermotor, Gegenlaufmotor oder kurz Gegenlåufer - ist
ein Hubkolben-Verbrennungsmotor, bei dem zwei Kolben im selben Zylinder
gegeneinander arbeiten und sich einen gemeinsamen Brennraum in der Mitte des
Zylinders teilen. Diese Motorenart ließ sich Ferdinand Kindermann 1877
patentieren. Nach DIN 1940, Ausgabe Mårz 1958, ist der Gegenkolbenmotor als
Doppelkolbenmotor definiert, dessen Kolben sich gegenlåufig bewegen. Er ist
bisher fast immer als Zweitaktmotor realisiert worden. Die Ein- und
Auslassschlitze liegen an entgegengesetzten Enden des Brennraums und werden von
den Kolben in der Nåhe ihrer åußeren Totpunkte freigegeben. Hierdurch erreicht
man eine Långsspülung und damit einen Gasaustausch, der praktisch ebenso
vollståndig ist wie beim Viertakter. Der Motor kann als Diesel-, Otto- oder
Gasmotor ausgelegt werden. Der Austausch des verbrannten Gases durch frisches
benötigt bei jedem Zweitakter einen extern erzeugten Überdruck. Dieser kann
geliefert werden durch Um eine Aufladung zu erreichen, muss für eine gewisse
Zeit der Einlassschlitz noch offen sein, wåhrend der Auslassschlitz bereits
geschlossen ist. Dies realisiert man wie beim U-Kolbenmotor durch Vorauseilen
des Auslasskolbens um einen Wert zwischen 12° und 20° Kurbelwinkel. Es gibt
Ausführungen mit einer oder mit zwei Kurbelwellen. Im ersten Falle steht die
Kurbelwelle mit einem Kolben über ein kurzes Druckpleuel in Verbindung und mit
dem anderen über ein Paar von langen Zugpleueln. Im zweiten Falle müssen die
Kurbelwellen miteinander verbunden sein, zum Beispiel durch eine
Stirnradkaskade (wie beim Junkers Jumo 205), eine Antriebskette, einen
Zahnriemen oder eine Königswelle. Früher gab es noch andere Varianten:
Kipphebel an beiden Kolben waren über Pleuel mit der Kurbelwelle verbunden, die
zentral neben dem Zylinder angeordnet war. Jeder Kolben stützte sich an einer
Schråg- oder Taumelscheibe ab, deren Achse zwischen mindestens zwei Zylindern
hindurchlief.