Mobbing ist ein Sammelbegriff für feindseliges, drangsalierendes und
schikanierendes Verhalten in der Arbeitswelt. Weil in der Mobbing-Literatur
keine Übereinstimmung über das Begriffsverständnis besteht, werden zunächst
verschiedene Definitionsansätze vorgestellt und analysiert. Daran schließt sich
ein Überblick über empirische Resultate der Mobbing-Forschung an, wobei
insbesondere auf Fragen der Verbreitung von Mobbing, Verlaufsformen, Maßnahmen
gegen Mobbing und deren Bewährung eingegangen wird (einen Schwerpunkt bildet
die rechtliche Thematik). Für die Mobbing-Analyse wird ein Erfassungssystem
entworfen, das zwischen einem ´Täter-Angriffs-Repertoire´ und einem ´Opfer-
Aktions-Repertoire´ unterscheidet und auch Ressourcen, Mobbing-Strukturen und
Mobbing-Lernen berücksichtigt. Mobbing wird als allgegenwärtiger Aspekt
organisierten sozialen Handelns gesehen und aus verschiedenen theoretischen
Perspektiven analysiert. Einer dieser Zugänge - der mikropolitische - wird
ausführlicher behandelt. Auf der Grundlage der Mobbingdefinition ´Jemandem wird
übel mitgespielt und man spielt wohl oder übel mit´ wird Mobbing als komplexes
Interaktionsgeschehen rekonstruiert. In einem umfangreichen Anhang sind
Analyseschemata, Fallgeschichten, relevante Gesetzesbestimmungen und Reaktionen
auf die Kritik an früheren Auflagen dieses Buchs zusammengestellt.
